Zum Tod von Burkhard Hirsch: Ikone des liberalen Rechtsstaats

Zum Tod von Burkhard Hirsch: Ikone des liberalen Rechtsstaats

Zum Tod von Burkhard Hirsch erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesministerin a.D.:

12. März 2020
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Burkhard Hirsch und Gerhart Baum

"Mit dem Tod von Burkhard Hirsch verliert Deutschland einen großen Liberalen. Burkhard Hirsch ist eine Ikone des liberalen Rechtsstaats, der Rechtsgeschichte geschrieben hat. Unvergessen bleibt seine erfolgreiche Klage gegen das Luftsicherheitsgesetz, mit dem die Bundesregierung Schröder den militärischen Abschuss eines entführten Flugzeuges legitimierte. Sein Wirken gegen den Großen Lauschangriff und die Vorratsdatenspeicherung schützten die Freiheitsrechte gegen staatliche Willkür und Überwachung. Individuelle Freiheit gibt es nicht ohne gesellschaftliche Freiheit. Der Liberalismus eines Burkhard Hirsch bleibt ein Vorbild für junge Generationen, die sich für Bürgerrechte und einen umfassenden Liberalismus einsetzen. Er wird uns fehlen.

Ich bin stolz, einen Menschen wie Burkhard Hirsch in unseren liberalen Reihen gehabt zu haben. Seine Freundschaft und seine juristische Brillanz waren für mich eine große Stütze in vielen politischen Lebenslagen. Ich verliere einen lieben Freund und wertvollen Ratgeber."