"Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit ..."

Die Weiße Rose oder: Wie innere Autonomie in Widerstand mündet

"Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit ..."

In München sprechen wir mit Gästen aus Wissenschaft, Kultur, Medien und Politik über die Widerstandsgruppe Weiße Rose und woher ihre Mitglieder den Mut und die Stärke für Ihre Zivilcourage nahmen.

16. Juli 2018
CC BY-SA 4.0 commons.wikimedia.org/ Amrei-Marie

"Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt habt. Entscheidet Euch, eh' es zu spät ist." 

Ein dreiviertel Jahrhundert ist vergangen, seitdem die Weiße Rose diesen Aufruf in einem Flugblatt verbreitete. Wenig später erfolgten Verhaftung, Verhör und Tod. Wie kaum eine andere Widerstandsgruppe steht die Weiße Rose für den zivilen Widerstand junger Menschen gegen die verbrecherische Politik der Nationalsozialisten.

Warum aber fanden gerade sie den Mut, sich aufzulehnen? Was waren die Voraussetzungen für ihre innere Autonomie? Was ist der Kern ihrer Botschaft für die heute Lebenden? Im puren Ritual öffentlicher Erinnerung können solche Fragen kaum beantwortet werden. Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker wies deshalb darauf hin, dass jedes Gedenken immer auch ein "Akt unserer eigenen Gegenwart" ist: Haltung und Courage jeder Generation "entscheiden über unsere Zivilisation neu." 

Die Veranstaltung am 19. Juli 2018 im  in München widmet sich dieser Aufgabe, auf ganz besondere Weise: Tagebuchaufzeichnungen von Sophie Scholl, ein Dialog der Geschwister aus dem Theaterstück  des  sowie ein Vortrag von Prof. Dr. Miriam Gebhardt, Autorin des Buches , setzen Impulse, um sich den Mitgliedern der Widerstandsgruppe anzunähern. 

Mit dabei sind auch der stellv. Vorstandsvorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Karl-Heinz Paqué, und seine Vorstandskollegin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die auch Mitglied im Beirat der  ist. Erst kürzlich sprach sich Sabine Leutheusser-Schnarrenberger anlässlich des NSU-Urteils dafür aus, auch in der heutigen Zeit