Die Aufklärung ist noch nicht beendet

„Münchner Runde“ zu NSU-Prozess

Die Aufklärung ist noch nicht beendet

Am Schlusstag der Urteilsverkündung im NSU-Prozess hat Sabine Leutheusser-Schnarrenberger als politische Beobachterin in der „Münchner Runde“ das Versagen der Behörden und die gesellschaftliche Dimension kommentiert.

12. Juli 2018
Münchner Runde

Darüber, dass die Behörden den NSU nicht im Blick hatten, wundert sich die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:

 

"Die Aufklärung ist nicht beendet, das ist eine Botschaft von heute. (…) In der Zeit als die Morde passiert und dann danach hat der Staat versagt, weil man einfach den NSU nicht im Blick hatte. (…) Es waren zig V-Leute drum herum, und da ist es vollkommen unverständlich, dass der Verfassungsschutz (…) darüber nicht sehr viel intensiver informiert war. Das ist das gravierendste Versäumnis."

 

Wie es jetzt weiter gehen muss:

 

"Wir haben in unserem Land „einen Bodensatz von Rassimus, der gefährlich und gewaltbereit ist und die Ermittlungen müssen ernsthaft fortgesetzt werden“," sagte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.