Diskurs gegen Rechtspopulismus führen

Diskurs gegen Rechtspopulismus führen

Der Rechtspopulismus ist europaweit auf dem Vormarsch. Vermeintliche Missstände, verkürzte Inhalte und die Diskreditierung von Eliten und Medien sind Schlüsselmerkmale der Bewegungen. Das Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, diskutiert in ihrem Vortrag im baden-württembergischen Nagold über den richtigen Umgang: “Wir dürfen nicht mit dem Gestus der Empörten reagieren, sondern müssen den Diskurs führen. Falschen Fakten darf keine schweigende Mehrheit zuhören."

18. Januar 2018

Das “Gespenst“ des Populismus in Europa sei fälschlicherweise lange Zeit als Phänomen eines bildungsfernen Milieus abgetan worden, so Leutheusser-Schnarrenberger. Richtig sei vielmehr, dass eine enttäuschte und von den Strukturen der globalisierten Welt überforderte Mittelschicht einen großen Anteil an den Bewegungen habe. Denen dürfe man nicht mit dem Gestus der Empörten gegenübertreten, sondern nüchtern mit den Positionen umgehen und den Diskurs führen, fordert das Vorstandsmitglied. “Sachlichkeit ist das Antibiotikum gegen Wut und Hass."

Populisten müsse man mit einer stabilen Verfassung und wehrhaften Demokraten begegnen, die bewusst die Wertbindung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung bewahren. “Ignoranz ist nicht cool und Unwissenheit keine Tugend“, sagt Leutheusser-Schnarrenberger. Falschen Behauptungen müsse man Fakten gegenübersetzten. 

Einen ausführlichen Bericht zum Vortrag finden Sie . (bh)