15. Juni 2009 12:00
Vergangenes Wochenden eröffnete der Regensburger CSD den Reigen von bundesweiten Paraden und Demonstrationen - für mehr Rechte von Lesben und Schwule.
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger forderte in der taz vom 6.6.2009 das volle Adptionsrecht für Schwule und Lesben:
Viele Kinder wachsen mit schwulen, lesbischen oder bisexuellen Eltern auf.
Manchmal stammen die Kinder aus früheren heterosexuellen Partnerschaften. Manchmal wurde ein Kind von einer Einzelperson adoptiert. Manchmal entstammt es einer künstlichen Befruchtung.
Selbst in diesem Fall kann eine verpartnerte lesbische Frau das Kind nicht einfach gemeinsam mit ihrer Lebenspartnerin annehmen - trotz der möglichen Stiefkindadoption. Sie eröffnet zwar den Weg für die Adoption, aber der Weg ist in Deutschland nicht einfach.
Nach wie vor besitzen eingetragene Partner nämlich kein gemeinsames Adoptionsrecht. Das bleibt Verheirateten vorbehalten.
Kinder aus Regenbogenfamilien brauchen den gleichen Respekt und die gleiche Sicherheit wie alle anderen Kinder auch. Respekt entsteht auch durch die gleiche Behandlung der Kinder vor dem Gesetz.
Ein gemeinsames Adoptionsrecht für homosexuelle Paare leitet keinen "Anspruch auf ein Kind" ab, sondern schafft zuallererst mehr Rechtssicherheit. Spanien, Großbritannien und Schweden machen es vor, im Interesse der Kinder.
Mehr Informationen finden Sie unter:
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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger • Platz der Republik 1 • 11011 Berlin